Land plant sieben neue Regiobus-Linien
In MV wird mit Millionenaufwand das Streckennetz für Überlandbusse aufgebaut. Wo neue Linien geplant sind.
Wir wollen, dass die Südbahn auch außerhalb der Tourismus-Saison fährt—und das Regelmäßig! Damit Alle Menschen auch ohne Auto ans Ziel kommen!
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Kommentar
Regiobus ja, aber das Karower Kreuz nicht aus dem Blick verlieren! Die neuen Regiobus-Linien des Landes sind grundsätzlich zu begrüßen. Gerade im ländlichen Raum verbessern sie kurzfristig die Erreichbarkeit, schließen Lücken und schaffen ganztags und täglich verlässliche Verkehrsverbindungen. Dennoch darf der Ausbau des Busverkehrs nicht dazu führen, strategisch wichtige Bahnprojekte aus dem Blick zu verlieren – insbesondere mit Blick auf das Projekt »Karower Kreuz 365+« sowie die überregionale Verbindung zwischen Mecklenburg und Brandenburg. Bus und Bahn erfüllen unterschiedliche Funktionen. Auf Abschnitten wie Parchim–Plau–Karow kann der Zug aufgrund kürzerer Fahrzeiten bessere Anschlüsse herstellen. Der Bus hingegen ermöglicht die Erschließung von Innenstädten, kleineren Orten, Krankenhäusern und weiteren Zielen. Hier braucht es selbstverständlich beides. Anders verhält es sich jedoch bei überregional bedeutsamen Achsen wie (Pritzwalk-) Meyenburg–Güstrow (-Rostock). Diese Strecken besitzen ein deutlich größeres Potenzial für schnelle, komfortable und klimafreundliche Verbindungen – sowohl im regionalen als auch im überregionalen Verkehr. Eine leistungsfähige Schienenanbindung schafft eine sehr attraktive und langfristig nutzbare Infrastruktur für die Region. Gerade mit Blick nach Brandenburg, etwa auf die Diskussion um die Verbindung Pritzwalk–Meyenburg wird deutlich, wie wichtig eine funktionierende Reisekette zwischen Seenplatte und Prignitz wäre. Die aktuelle Verkehrsverbindung ist lückenhaft. Es geht nicht um ein Entweder-oder zwischen Bus und Bahn. Es geht um eine durchdachte Gesamtstrategie: kurzfristig attraktive Busangebote im Hier und Jetzt, und gleichzeitig die konsequente Weiterverfolgung langfristiger Schienenprojekte wie dem Karower Kreuz 365+. Wenn es gelingt, für diese doppelte Strategie politische Unterstützung zu gewinnen, profitieren Region, Pendler, Wirtschaft und Tourismus gleichermaßen.