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Vorerst keine Südbahn-Demo mehr

Vorerst keine Demo mehr, aber Bl-Sprecher Clemens Russell gibt nicht auf Foto: Ilja Baatz

Kämpfer für Streckenerhalt geben trotz Rückschlägen nicht auf/ Am 14. Oktober Informationsveranstaltung

Auf Nachfrage sagte Clemens Russell, Sprecher der für den Erhalt der Südbahn kämpfenden Bürgerinitiative (BI) „ProSchiene“, dass gestern die Mitstreiter in Malchow getagt haben, wo das Thema ebenfalls für Aufregung sorgt. Überall stehe die Frage auf der Tagesordnung ganz oben, wie es weitergehen soll. „Wir in Lübz schlagen vor, die Aktion ,Rote Laterne’ ab sofort vorübergehend auszusetzen. Bei Bedarf sind wir schnell in der Lage, Unterstützung zu mobilisieren“, sagt Russell. Stattdessen soll als nächster Schritt eine öffentliche Informationsveranstaltung in Lübz – Vorschlag ist der 14. Oktober – stattfinden: „Wir würden dann die Malchower Freunde bitten, ihre Ergebnisse vom 27. September bei dieser Sitzung einzubringen.“

Den Kommunen und Tourismusbüros müsse man aus Sicht des Sprechers klarmachen, dass die BI kein ehrenamtlicher Dienstleister für eine Verkehrsinfrastruktur sei, die nach Ansicht vieler sowohl notwendig als auch zukunftsfähig ist. Schrittweise solle hier auch ein erkennbares Engagement sichtbar werden, etwa in materieller und personeller Hinsicht.

Neben der Frage, wie man damit umgehen wolle, dass es beim Schienenersatzverkehr mit der Buslinie 77 immer wieder Beschwerden gebe, die auch Russell erreichten, müsse man beachten, dass im Land auch noch andere Strecken – die zwischen Mirow und Neustrelitz etwa – in Gefahr seien. Im Raum stehe deshalb die Frage, ob man nicht ein landesweites Bündnis brauche.

Im Auge behalten müsse man die Agenda von Regio Infra, der zufolge Strecken abbestellt werden, wenn vom Land gezahlte Fördermittel nicht mehr gezahlt werden (wir berichteten). Noch nicht entschieden sei außerdem die beim Verwaltungsgericht Greifswald eingereichte Klage.

Eine gute Nachricht komme von der Deutschen Bahn: Sie werde ab 2019 zu den vorhandenen Strecken eine neue Schnellzugverbindung zwischen Dresden und Rostock über Berlin, Neustrelitz und Waren einführen. Diese solle eng mit den Nahverbindungen in den beteiligten Bundesländern verbunden werden. Russell: „Es gibt die Chance, mehr Fahrgäste in die Region zu bringen.“ Darüber hinaus plane die Initiative von Pro Bahn im kommenden Jahr für einen Sommer Gelegenheitsverkehr.

geschrieben am 28.09.2016 von Ilja Baatz in SVZ

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